Absinth: Mythen und Realität


Foto-Absinth: Mythen und Realität



Was ist Absinth?

Absinth ist ein starker Likör mit 85 % Ethanol, der mit verschiedenen Kräutern versetzt wird, am häufigsten mit Wermut und Römischem Wermut. Das Chlorophyll der Kräuter verleiht dem Getränk seine grüne Farbe, während der Wermut für den bitteren Geschmack verantwortlich ist. Um die Bitterkeit zu mildern, wird Absinth üblicherweise mit Wasser und Zucker verdünnt, wodurch er eine trübe, weiße Farbe annimmt.

Die Ursprünge und Geschichten des Absinths

Die Ursprünge des Absinths sind noch immer umstritten. Obwohl er Ende des 19. Jahrhunderts seine größte Popularität erlangte, wurde er viel früher erfunden. Es gibt Belege für seine Existenz bereits um 1750. Die Hauptbestandteile des Absinths – Wermut und Ethanol – waren der Menschheit jedoch schon Jahrtausende zuvor bekannt. Vielleicht wurde das Getränk vor langer Zeit erfunden, dann vergessen, wiederentdeckt und so weiter.

Das Wort „Absinth“ stammt aus dem Französischen. Ende des 19. Jahrhunderts war das Getränk besonders beliebt. Es wurde in Cafés für nur 3 bis 10 Cent serviert, je nach Geldbeutel der Gäste. Billige Lokale verkauften natürlich auch Fälschungen, die mit Kupfer und anderen Zutaten grün gefärbt wurden.

Auch heute noch ist das Getränk bei Schriftstellern und Künstlern beliebt. Das liegt daran, dass es neben Euphorie, Halluzinationen und Schmerzlinderung auch eine gewisse geistige Verwirrung hervorrufen kann. Künstlern und Schriftstellern fehlt oft die Vorstellungskraft, um neue Bilder zu erschaffen – und genau das kann Absinth bieten.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Absinth besteht hauptsächlich aus Ethanol, einer chemischen Substanz, die 60 bis 85 % des Getränks ausmacht. Sie erzeugt das euphorische Gefühl und hat eine stark schmerzlindernde Wirkung. Außerdem kann sie psychische Nebenwirkungen hervorrufen.

Für die Herstellung des Getränks werden üblicherweise zwei Wermutarten verwendet. Wermut wurde ursprünglich von Heilern der Antike als Mittel gegen Parasiten eingesetzt, um Würmer und andere Parasiten zu bekämpfen. Und er war tatsächlich recht wirksam. Seine Wurzeln enthalten toxische Substanzen, die die Aktivität von Parasiten hemmen. Zu viel Wermut kann jedoch auch zu Vergiftungen führen. Dies ist allerdings noch nicht endgültig bewiesen. Man vermutet, dass übermäßiger Absinthkonsum zu Absinthismus führen kann – einem Zustand, der durch epileptische Anfälle, Delirium, Halluzinationen und allgemeine Verwirrtheit gekennzeichnet ist. Es ist bekannt, dass Thujon, ein früher zur Mäusevergiftung verwendeter Stoff, sich im Körper anreichern und ähnliche Symptome hervorrufen kann. Dieser Stoff ist in Wermut enthalten. Van Goghs und anderer Künstler Beschwerden wurden höchstwahrscheinlich eher durch übermäßigen Absinthkonsum und dessen Nebenwirkungen als durch psychische Erkrankungen verursacht.

Absinth enthält neben Wermut auch Kalmus und Muskatnuss. Diese beiden Zutaten können bei übermäßigem Konsum Halluzinationen hervorrufen.

Absinth und das Gesetz

Absinth wurde 1912 in den Vereinigten Staaten und etwas später in Europa verboten. In Frankreich und Spanien wurde er jedoch später wieder zugelassen. Die Legalität von Verkauf und Konsum ist weiterhin umstritten. Manche argumentieren, dass Absinth aufgrund verschiedener Verbote heute in einer geringeren Konzentration hergestellt wird als früher und daher psychisch unbedenklich sei. Da die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper noch nicht erforscht sind, lassen sich keine endgültigen Aussagen treffen.

Abschließend

Da die Herstellungsprozesse unbekannt sind, lässt sich nicht sagen, wie stark die psychologische Wirkung von Absinth tatsächlich war. Es ist unklar, was die vielen extremen Reaktionen nach dem Konsum auslöste – möglicherweise handelte es sich um eine Reaktion auf Substanzen wie Kupfersulfat, Kurkuma und grünes Anilin, die dem Getränk seine charakteristische grüne Farbe verleihen sollten. Diese Frage bedarf weiterer Forschung.

Wie man Absinth trinkt

Eine schematische Darstellung, wie man Absinth trinkt.

Übersetzung von: Natalia Semenova „TopCook“

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