9 Stoffwechselmythen


Stimmen: 4

Unsere Ernährungswissenschaftlerin räumt mit den häufigsten Mythen über den Stoffwechsel auf.

Mythen entlarven


Sind auch Sie gängigen Diätirrtümern zum Opfer gefallen? Es ist an der Zeit, Stoffwechselmythen zu entkräften und Wissen zu vermitteln, das Ihnen beim Abnehmen und beim Erhalt eines gesunden Stoffwechsels helfen kann.


Richtig kochen – 9 Stoffwechselmythen

Mythos Nr. 1: Grüner Tee verbrennt Fett

Mythos Nr. 1: Grüner Tee verbrennt Fett

Es gibt überzeugende wissenschaftliche Belege dafür, dass Inhaltsstoffe von grünem Tee den Stoffwechsel kurzfristig ankurbeln. Eine kleine Studie ergab, dass Grünteepulver (Matcha) die Fettverbrennung zur Energiegewinnung während des Trainings fördert. Leider reicht dies nicht aus, um eine messbare Gewichtszunahme oder -abnahme zu erzielen. Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse hilft der Konsum von grünem Tee nicht beim Abnehmen.

Mythos Nr. 2: Das Auslassen des Frühstücks hilft beim Abnehmen

Mythos Nr. 2: Das Auslassen des Frühstücks hilft beim Abnehmen

Das Frühstück auszulassen mag verlockend erscheinen, doch ein verlängertes Fasten über Nacht kann zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und übermäßigem Essen tagsüber führen und sich negativ auf die Herzgesundheit auswirken. Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass Menschen, die regelmäßig das Frühstück auslassen, ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose haben.

Mythos Nr. 3: Nicht mehr als 1.000 Kilokalorien pro Tag

Mythos Nr. 3: Nicht mehr als 1.000 Kilokalorien pro Tag

Weniger ist nicht immer besser. Eine zu geringe Kalorienzufuhr kann die Gewichtsabnahme behindern. Ärzte raten davon ab, weniger als 1200 Kalorien pro Tag zu sich zu nehmen, da dies den Stoffwechsel verlangsamen kann. Körperlich aktive Menschen benötigen sogar noch mehr Kalorien, da Sport viel Energie verbraucht.

Mythos Nr. 4: Wer nachts isst, nimmt an Gewicht zu.

Mythos Nr. 4: Wer nachts isst, nimmt an Gewicht zu.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube: Viele denken, spätes Essen führe zu Gewichtszunahme. Das eigentliche Problem sind zu viele Kalorien! Übergewicht entsteht durch die Angewohnheit, zu viele Kalorien zu sich zu nehmen, wenn wir spät abends noch wach sind (oder eigentlich zu jeder Tageszeit).

Mythos Nr. 5: Kein Naschen

Mythos Nr. 5: Kein Naschen

Snacks haben wegen ihres Kaloriengehalts einen schlechten Ruf, aber es kommt ganz darauf an, was man isst (Tipp: Finger weg von Snackautomaten!). Gesunde, ausgewogene Snacks wie Joghurt mit Müsli, ein Apfel mit Erdnussbutter oder Gemüse mit Hummus können den Appetit zügeln und so übermäßiges Essen bei den Mahlzeiten verhindern.

Mythos Nr. 6: Man sollte vor dem Training nichts essen.

Mythos Nr. 6: Man sollte vor dem Training nichts essen.

Es mag logisch erscheinen, vor dem Training keine Kalorien zu sich zu nehmen. Doch eine ausgewogene Ernährung vor dem Sport kann das Training tatsächlich effektiver machen und den Kalorienverbrauch erhöhen. Um das Beste aus Ihrem Training herauszuholen, benötigen Sie die nötige Energie.

Mythos Nr. 7: Man muss Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Mythos Nr. 7: Man muss Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Meiden Sie Pillen, die schnellen Gewichtsverlust versprechen. Viele dieser sogenannten „sicheren“ und „natürlichen“ Produkte wurden nicht auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Einige enthalten sogar gefährliche Stimulanzien, die nicht auf der Verpackung angegeben sind. Glauben Sie nicht dem Werbeversprechen: Es gibt keine Wunderpille.

Mythos Nr. 8: Chilischoten zum Abnehmen

Mythos Nr. 8: Chilischoten zum Abnehmen

Capsaicin ist der Stoff, der Chilischoten ihre Schärfe verleiht. Der Verzehr von scharfen Paprikaschoten kann zwar den Kalorienverbrauch leicht erhöhen, dieser Effekt ist jedoch nur von kurzer Dauer (ein paar Stunden) und führt nicht zu Gewichtsverlust.

Mythos Nr. 9: Sport hat keinen Einfluss auf den Stoffwechsel.

Mythos Nr. 9: Sport hat keinen Einfluss auf den Stoffwechsel.

Wer seinen Stoffwechsel ankurbeln möchte, sollte sich mehr bewegen. Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Risiko chronischer Krankheiten verringern und dem altersbedingten, natürlichen Abbau des Stoffwechsels entgegenwirken.






Kategorien:




Wir empfehlen die Lektüre

Einheiten des Lebensmittelgewichts