Teezeremonien




Weltweit gibt es zahlreiche Teezeremonien, von kurz und einfach bis lang und meditativ. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die bekanntesten.

Wenn Sie an einer Teezeremonie teilnehmen möchten, lesen Sie sich vorher die Etiketteregeln durch. Das erspart Ihnen unnötigen Stress und peinliche Situationen.

Teezeremonien

Weltweit gibt es zahlreiche Teezeremonien, von kurz und einfach bis lang und meditativ. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die bekanntesten.

Wenn Sie an einer Teezeremonie teilnehmen möchten, lesen Sie sich vorher die Etiketteregeln durch. Das erspart Ihnen unnötigen Stress und peinliche Situationen.

Teezeremonien

1. Japanische Teezeremonie

Die berühmteste Teezeremonie ist die japanische. Wenn von „Teezeremonie“ die Rede ist, ist genau das gemeint. Sie heißt Chanoyu (japanisch: „chanoyu“), was „Teewasser“ bedeutet, oder Sado, was „der Weg des Tees“ heißt. Im alten feudalen Japan durften nur Samurai und Mitglieder der kaiserlichen Familie an der Zeremonie teilnehmen, heute wird sie in vielen wohlhabenden Haushalten praktiziert. Es ist ein wahrhaft heiliges Ritual mit bestimmten stilisierten Bewegungen, einem strengen Protokoll, einer großen Schale Matcha-Grüntee und kleinen japanischen Süßigkeiten, Wagashi genannt.

In Japan werden für die Teezubereitung spezielle Utensilien verwendet. Diese, die Raumdekoration und die Auswahl der Süßigkeiten zum Tee variieren mit den Jahreszeiten. Dies symbolisiert die Vergänglichkeit des Lebens. Ein besonderes Merkmal der japanischen Teezeremonie ist die Notwendigkeit, sehr achtsam zu sein, egal ob man Gastgeber oder Gast ist.






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2. Gong Fu Cha

Gong Fu Cha ist eine Form der chinesischen Teezeremonie. Der Begriff „Gong Fu“ bedeutet wörtlich „Tee mit Geschick“. Ziel dieser Zeremonie ist es, beim Teetrinken ein Höchstmaß an Sinnlichkeit zu wecken.

Zur Zeremonie gehören folgende Utensilien: eine kleine Teekanne aus Yixing in Ostchina, kleine Tassen und verschiedene andere Teeutensilien, die zwar scheinbar unnötig, aber traditionell erforderlich sind. Am häufigsten wird Pu-Erh- oder Oolong-Tee für die Gong-Fu-Cha-Zeremonie verwendet, aber auch weißer, roter, schwarzer und grüner Tee eignen sich.






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3. Marokkanische Minztee-Zubereitungszeremonie

Traditionell nahmen nur Männer an dieser Zeremonie teil, heute können aber auch Frauen mitmachen. Minzblätter und grüner Teepulver werden aufgegossen und anschließend großzügig gezuckert. Der Tee wird in kleine Gläser gefüllt, wobei die Teekanne hoch über den Gläsern gehalten wird. Der Tee wird dann sofort getrunken. Das ist gar nicht so einfach, denn der Tee ist sehr heiß und man kann sich leicht die Finger verbrennen. Aber keine Eile! Man trinkt den Tee langsam und genüsslich, und manchmal wird dazu etwas zu essen gereicht.




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4. Teetrinken in Deutschland

In Ostdeutschland ist es Brauch, bei der Ankunft von Gästen Tee zu trinken. Dabei wird schwarzer Tee mit Zucker und Sahne (nicht Milch!) zubereitet.


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5. Mate-Brauzeremonie

In einigen Regionen Südamerikas ist der Mate-Tee-Konsum Tradition. Mate ist eigentlich gar kein Tee, sondern ein Kraut. Bei diesem Ritual sitzen Gauchos, die einheimischen Cowboys, um eine ausgehöhlte Kalebasse, gefüllt mit Mate, und trinken den Tee durch Metallstrohhalme mit Filtern. Heute wird Mate in dieser Region sowohl zu Hause als auch im Freien aus Kalebasse getrunken.



Natürlich sind dies längst nicht alle bekannten Teezeremonien. Wer gerne Tee trinkt und sich für verschiedene Zubereitungsmethoden interessiert, wird früher oder später mit vielen weiteren Zeremonien und Ritualen in Berührung kommen.





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